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Lewis, Juliette

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Juliette Lewis

Autogrammadresse

Auszeichnungen

Golden Globe Nominierungen:
1991: Beste Nebendarstellerin: Kap der Angst

OSCAR Nominierungen:
1991: Beste Nebendarstellerin: Kap der Angst

Kurzbiographie


Juliette Lewis wurde am 21.06.1973 in Los Angeles, Kalifornien, USA geboren.
 

Mit Anfang Zwanzig hat Juliette Lewis im Showbusiness mehr erreicht als die meisten Gleichaltrigen in einem ganzen Leben. Bereits in Teenagerjahren steht ihr Name in Abspännen Seite an Seite mit den ganz Großen Hollywoods. Regie-Legenden wie Martin Scorsese, Woody Allen und Oliver Stone reißen sich um sie, Mimen wie Robert De Niro, Johnny Depp, Leonardo Di Caprio und Gary Oldman nennt sie ihre Kollegen.

Ihr künstlerisches Talent liegt ihr im Blut - Mutter Glenis ist Grafikerin, Vater Geoffrey ist ebenfalls ein Gesicht, das man aus Hollywood-Streifen kennt. Er agiert allerdings meist in Nebenrollen, zu Beginn seiner Karriere v.a. an der Seite von Clint Eastwood. Am 21. Juni 1973 wird Juliette in Los Angeles geboren. Im Alter von sieben Jahren, in dem andere Mädchen mir Barbies spielen, hat die kleine Juliette den Traum, Sängerin zu werden. Entertainerin im klassischen Sinne, wie ihre Helden aus den Musicals "Grease", "Fame", und "Flashdance". Die Eltern fördern ihre Talente früh, der Vater nimmt sie mit zu diversen Castings und vermittelt sie an eine Künstleragentur. Irgendwie wird das Fernsehen auf Juliette aufmerksam - mit 12 Jahren hat sie ihre erste Hauptrolle in der Serie "Homefires".

Mit Zustimmung ihrer Eltern wird sie im Alter von 14 Jahren für voll geschäftsfähig erklärt. Dies soll vor allem die Arbeit beim Film erleichtern, denn Kinderschauspieler dürfen in den USA an Schultagen nur fünf Stunden arbeiten. Ihre frühe Unabhängigkeit ist wohl auch ein Grund dafür, warum Juliette mit 15 nach nur drei Wochen aus der High School fliegt. Sie macht ihre Sturm- und Drang-Phase durch und wird wegen Minderjährigkeit um fünf Uhr morgens in einer Disco verhaftet (der Mugshot von dieser Verhaftung hängt später in ihrem Wohnzimmer und wird als Plakat für ihre erste Tour wiederverwertet). Doch genau dieses Image einer jungen aufmüpfigen Rebellin bildet die essenzielle Basis für die meisten ihrer frühen Filmrollen.

1990 erregt ihre Performance erstmals gehöriges Aufsehen in dem Fernsehfilm "Too Young To Die?". Sie spielt die auf wahren Geschehnissen basierende Geschichte eines minderjährigen Mädchens, das als Kind von ihrem Vater missbraucht wird und später wegen Mordes zum Tode verurteilt wird. An ihrer Seite steht ihr damaliger Boyfriend Brad Pitt, und man munkelt, dass er ausschließlich ihr diese Rolle zu verdanken hat, die später auch zu seinem Karrieresprungbrett wird.

1991 kommt Juliettes großer Wurf, als sie Regie-Ikone Martin Scorsese in einer Hauptrolle für "Cape Fear" (Kap der Angst) besetzt. Die Rolle der Danielle Bowden ist ihr wie auf den Leib geschrieben. Eine widerborstige Teenagerin, die dem Serienvergewaltiger Max Cady verfällt, der sich an ihrem Vater rächen will. Die Kussszene im Schultheater, als de Niro ihr seinen Daumen in den Mund steckt und Juliette wollüstig daran saugt, schreibt Filmgeschichte. 1992 wird sie bei den MTV Video Music Awards zum besten Filmkuss des Jahres gekürt. Für den Film wird die Lewis im Frühjahr 1992 für den Oscar und den Golden Globe als beste Nebendarstellerin nominiert, der Höhepunkt ihrer jungen Karriere. Seither wird sie als eine der ganz großen Hoffnungen unter den Jungschauspielerinnen in Hollywood gehandelt.

Weitere große Rollen folgen, in denen Juliette immer wieder die rebellische kleine Göre gibt, die sie auch im richtigen Leben zu sein scheint. In den frühen 90ern, als Serienmörder hip sind, hat Juliette einen weiteren großen in dem Serialkiller-Roadmovie "Kalifornia". Wieder an der Seite von Brad Pitt verkörpert Juliette die kleine gestörte Rebellin. Und hier kann man sie mit dem Titel "Do Your Balls Hang Low?" mit ihrem ersten Gesangsauftritt in einem Film bewundern. Nach den Dreharbeiten trennen sich Lewis und Pitt einvernehmlich.

1994 erlangt Juliette mit ihrer Performance in dem Oliver Stone-Film (Drehbuch Quentin Tarantino) "Natural Born Killers" endgültig Kultstatus. An der Seite von Woody Harrelson mordet sie sich den Highway rauf und runter und hat ganz nebenbei auch hier wieder einen Gesangspart. Die Kritiken gehen von Begeisterung bis Entsetzen, das Publikum reagiert mit Beifallsstürmen, nicht zuletzt wegen der glaubwürdigen Darstellung von Juliette Lewis.

Um diese Zeit schnuppert die Lewis auch ersten Duft aus dem Rockbiz. Melissa Etheridge will sie für ihr Video zu "Come To My Window". 1995 leckt die Lewis dann selber Blut am Mikro, als sie in dem Science-Fiction Thriller "Strange Days" die Rocksängerin Faith Justin verkörpert. Alle Songs die in dem Film auftauchen (meistens Cover-Versionen von PJ Harvey) singt sie selbst ein. Sie zeigt dabei eine derart energische Performance, dass man damals schon auf die Idee kommt, sie sei hauptsächlich professionelle Rockbitch anstatt Schauspielerin.

In "From Dusk Till Dawn" hat sie 1996 noch einmal einen bemerkenswerten Auftritt, bevor der große Zusammenbruch kommt. Ihr Kokainkonsum wird mehr und mehr zum Problem - Juliette beschließt, nach Florida umzuziehen, um clean zu werden. Dabei kehrt sie zurück zu den Wurzeln ihres Glauben in der Church of Scientology (auch ihre Eltern sind bekennende Scientologen). Weil sie aber nicht ihr Drogenproblem mit anderen Drogen bekämpfen will, schließt sie sich einem privaten Reha- und Betreuungsprogramm an und wird ambulant behandelt. Eine zweijährige Auszeit von Hollywood ist die Folge. Lewis bekennt sich heute öffentlich als Scientologin und stellt klar, dass die echte Herausforderung im Leben sei, clean zu bleiben.

1999 geht es beruflich und privat bergauf. Juliette heiratet ihren Freund Stephen Berra, der professioneller Skateboarder ist. Mit "Ganz normal verliebt" (The Other Sister) wartet im beruflichen Leben eine neue Herausforderung auf sie. An der Seite ihres Jugendfreundes Giovanni Ribisi (der wie sie zur verheißungsvollen jungen Schauspielergeneration Hollywoods gehört) spielt sie eine geistig behinderte Frau, die mehr mit der übertriebenen Fürsorge ihrer Mutter zu kämpfen halt als mit ihrer Behinderung. Die neuen Rollenangebote haben zwar keinen größeren Tiefgang, der Lewis gelingt es aber, sich zu etablieren und ihr finanzielles Standbein zu kräftigen.

Die Filmerei ist ihr aber nicht genug Inspiration. Sie will wieder das Mikro in die Hand nehmen und bastelt seit einiger Zeit auch an Songs. 2003 wollen sie die Gothrocker HIM für ihr Musikvideo zu dem Song "Buried Alive By Love". Die Idee keimt auf, eine Band zu gründen. Mit den Gitarristen Todd Morse und Kemble Walters, dem Bassisten Paul Ill und der Trommlerin Pat Schemel (Ex-Hole) ruft sie Juliette and the Licks ins Leben. Die erfahrenen Studio- und Live-Musiker sollen die rohe Power ihrer Frontfrau bühnentauglich machen. Die Songs sollen klingen wie eine wild brodelnde Mischung aus Iggy and the Stooges und Loverboy, gleichsam wie MC5 und Van Halen.

Irgendwann 2003 trennt sie sich von ihrem Mann Stephen Berra. In L.A. hängt sie gerne im Promitreff Viper Room ab und trifft sich vorzugsweise mit Musikern. Dort tritt sie auch in kleinem Rahmen mit den Licks auf. Natürlich schöpft das Publikum Verdacht, ein Schauspieler wolle hier wieder die Rampensau raushängen lassen, sofort kommt der Vergleich mit Keanu Reeves floppendem Bandprojekt Dogstar. Juliettes Geheimwaffen, der ultraknappe Catsuit, die High-Kicks und ihr raues Patti-Smith-Organ lässt sie jedoch schnell die Herzen der Rocker vor Ort erobern. Ihrem Schauspieltalent und ihrer körperlichen Fitness ist zu verdanken, dass ihre dortigen Auftritte zum Kult avancieren. Ihre wilden Brezelverrenkungen und furiengleichen Rockposen sind in L.A. in aller Munde.

Im Frühjahr 2004 lernt sie im Viper Room während eines ihrer Auftritte Prodigy-Mastermind Liam Howlett kennen. Der ist von ihrer Live-Show derart begeistert, dass er sie auf der neuen Prodigy-Scheibe haben will. Auch Juliette ist von ihm angetan, gehören doch Prodigy zu den "best beatmakers out there!". Juliette soll ein paar Tracks mit ihrer Stimme veredeln, und Howlett schickt ihr die Bänder zum drübersingen. Diese Art der Zusammenarbeit ist ihr jedoch zu unpersönlich, deshalb fliegt sie nach London, um mit Howlett im Studio zu arbeiten. Ergebnis sind die Songs "Spitfire" und "Hotride", für die Lewis die Lyrics auf "Always Outnumbered, Never Outgunned" textet und singt.

Im April 2004 tritt sie im Rahmen von Camp Freddy (einer Jam Session mit verschiedensten Rockmusikern als Gästen) zusammen mit Lemmy, Dave Navarro und Chad Smith für eine Radiopromoshow auf. Dort covert sie unter anderem die Kinks mit "Your Really Got Me Now" und "Ain't Talkin' 'Bout Love" (besser bekannt als Cover von Van Halen). Im Juli geht es dann mit den Licks auf Vans Warped Tour für einige Gigs durch die Staaten, um sich auf der Bühne die Hörner abzustoßen. Ihre Auftritte sind ein großer Erfolg, obwohl das pubertierende Skaterpublikum zu jung ist, sie aus Filmen zu kennen. Danach wird es ernst, und Juliette will den nächsten Schritt nehmen: der Album-Release.

Die wenigen eigenen Songs, die sie bis dahin geschrieben hat, sind ihr zu unreif, und ein reines Coveralbum will sie ebenfalls nicht machen. Sie engagiert Linda Perry, die als Songwriting-Coach schon für Christina Aguilera und Pink gearbeitet hat, um aus ihren eigenen Rohdiamanten Brillanten zu schleifen und vielleicht noch neue zu fertigen. Juliette ist mit der Zusammenarbeit sehr zufrieden, weil Linda ihr hilft, ihre verborgenen Rocker-Instinkte besser zu finden und nicht versucht, ihr den eigenen Stempel aufzudrücken und sie zu einer neuen Pink zu machen. Zusammen entwickeln sie das Konzept für Juliettes Debüt-EP "... Like A Bolt Of Lightning".

Da während der achttägigen Aufnahmezeit auch Patty Schemel am Drumkit sitzt, wird in der Presse neben dem Dogstar-Vergleich auch in origineller Weise eine Tangente zu Hole gezogen. Auch das Akronym L7 fällt beiläufig im Rahmen des Releases im Oktober 2004. Klar ist: Juliette erfindet hier die Rockmusik nicht neu, hat aber ein paar heiße Eisen im Feuer, die es wert sind, auf der Bühne geschmiedet zu werden! Ihre gewaltige Stimme klingt trainiert und ist voll der Energie und Aggression, die nötig ist, eine Halle von 5000 Leuten zu zerrocken. Klar ist auch, dass die Bühnenpose nicht jedermanns (und -fraus) Sache ist. Dass hier eine Frau die Bühne im Sturm erobert, die im Erstberuf Schauspielerin ist, kann nur als konsequente Weiterentwicklung bzw. Vermischung der beiden Kunstformen gelten. Und in beiden ist die Künstlerin zweifelsohne heimisch.

Im Frühjahr 2005 holt sie sich Jason Morris ans Drumkit und rockt mit ihren Licks erstmals den europäischen Kontinent für eine Handvoll Gigs. Ein neues Album (der erste Longplayer) mit dem Titel "You're Speaking My Language" ist schon im Kasten. Im Rahmen dieser Promotion singt Juliette bei "TV Total" in Köln zusammen mit Fernsehblödel Stefan Raab ein außergewöhnliches Duett und zeigt, dass ihre Posen nicht todernst zu nehmen sind.

Kurz vor den Aufnahmen zum neuen Album springt der erst 2005 engagierte Drummer Morris wieder ab. Ein Ersatz ist schnell gefunden. Foo Fighter Dave Grohl klettert hinter das Drumkit und prügelt die Songs für "Four On The Floor" ein. Etwas besseres hätte den kraftvollen Songs kaum passieren können. ende September 2006 erscheint die Platte, die vor Energie nur so sprudelt.

Filmliste

  • The Darwin Awards (2006)
  • My Name Is Earl (TV-Serie) (2006)
  • Lightfield's Home Videos (2006)
  • Grilled (2006)
  • Grilled (2005)
  • Daltry Calhoun (2005)
  • Aurora Borealis (2005)
  • Starsky & Hutch (2004)
  • Chasing Freedom (TV) (2004)
  • Blueberry und der Fluch der Dämonen (2004)
  • Free for All (TV-Serie) (nur Stimme) (2003)
  • Cold Creek Manor - Das Haus am Fluss (2003)
  • Old school (2002)
  • Hysterical Blindness (TV) (2002)
  • Genug (2002)
  • Picture Claire (2001)
  • My Louisiana Sky (TV) (2001)
  • Gaudi Afternoon (2001)
  • Zimmer gesucht (2000)
  • The way of the gun (1999)
  • The 4th floor - Haus der Angst (1999)
  • Ganz normal verliebt (1999)
  • Alles nur Sex (1998)
  • The Audition (auch Produzent) (1996)
  • Jahre der Zärtlichkeit (1996)
  • From Dusk Till Dawn (1996)
  • Strange Days (1995)
  • Jim Carroll - In den Strassen von New York (1995)
  • Natural Borne Killers (1994)
  • Lifesavers - Die Lebensretter (1994)
  • Romeo Is Bleeding (1993)
  • Gilbert Grape - Irgendwo in Iowa (1993)
  • Zauber eines Sommers (1992)
  • Kalifornien (1992)
  • Ehemänner und Ehefrauen (1992)
  • Zwischen Liebe und Hass (1991)
  • Kap der Angst (1991)
  • Zum sterben viel zu jung (1990)
  • A Family for Joe (TV-Serie) (1990)
  • The Runnin' Kind (1989)
  • Schöne Bescherung (1989)
  • Leben am Abgrund - Life on the Edge (1989)
  • Meine Stiefmutter ist ein Alien (1988)
  • I Married Dora (TV-Serie) (1987)
  • Home Fires (TV) (1987)

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